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30.01.2019  |  Wie gefährlich ist eine Fistel im Mund?
Als Fistel bezeichnet man eine neue unnatürliche Verbindung zwischen Zahnwurzel und Mundhöhle. Sie ist die Folge einer langwierigen Entzündung und die Entwicklung wird nicht selten übersehen.

Aber wie entsteht eine Zahnwurzelentzündung?

Der Beginn ist stets eine kränkelnde Zahnwurzel. Das Eindringen von Keimen wird vor allem durch mangelhafte Mundhygiene, ein schwaches Immunsystem oder Rauchen begünstigt. Das Immunsystem bekämpft die eingenisteten Keime und die Entzündung entsteht. Durch diese Abwehrreaktion des Immunsystems bildet sich ein entzündlicher Herd um die Zahnwurzel, der sich stetig vergrößert und nach und nach den Knochen immer mehr zerstört, was zur Folge hat, dass die Zahnwurzel abstirbt. Die bohrenden Schmerzen verwandeln sich in einen schwer zu lokalisierenden Schmerz. Die Fistel entsteht und der Abszess entleert sich in die Mundhöhle, was eine Linderung der Schmerzen bringt. In einzelnen Fällen breitet sich die Infektion jedoch in den Rachenraum aus. Dann besteht Lebensgefahr, da der Rachen zu schwillt.

Das Problem wird oft unterschätzt, da die Fistel kaum schmerzt und nur eine kleine Pustel in der Mundschleimhaut zu erkennen ist. Jedoch schreitet die Zerstörung des Kieferknochens kontinuierlich fort und unter Umständen kann die Entzündung auf das Knochenmark übergreifen.

Eine Wurzelkanalbehandlung und Entfernung des entzündeten Zahnnervs im Frühstadium würde schon ausreichen, um dies zu verhindern. Wenn erst einmal eine Fistel existiert, muss der  Zahn inklusive dem entzündeten Gewebe im Fistelgang entfernt werden. Nur so kann der Prozess gestoppt werden.
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